Mit vereinten Kräften startet das Projekt „Melissa“

Gemeinsam engagieren sich Imkerverein, NABU, Obst- und Gartenbauverein und Stadt Rinteln für den Insektenschaugarten / Maßnahmen für 2020 geplant


Auf Initiative des Imkervereins Rinteln kamen Ende Januar die Projektpartner des Insektenschaugartens „Melissa“ zusammen, um die bisherigen Aktivitäten zu resümieren. Der Einladung waren NABU Rinteln, Obst- und Gartenbauverein sowie die Stadt Rinteln gefolgt, um gemeinsam die für 2020 angesetzten Maßnahmen zu planen. Hierbei zeigt sich die Besonderheit des kooperativen Projektes, in dem drei Vereine und die Kommune zusammenarbeiten.


Planungsgruppe aus Imkerverein, Obst- und Gartenbauverein, NABU und Stadt Rinteln. - Foto: Klaus Koschnick
Planungsgruppe aus Imkerverein, Obst- und Gartenbauverein, NABU und Stadt Rinteln. - Foto: Klaus Koschnick

So stellte Klaus Koschnick, Vorsitzender des Imkervereins Rinteln, fest, dass man „in weiterhin freundschaftlicher Atmosphäre dieses kooperative Projekt zu einem erfolgreichen Beitrag zur Förderung einer insektenfreundlichen Umwelt werden lassen wird.“ Ideengeber für den Insektenschaugarten war der Imkerverein Rinteln, welcher bereits 2018 die Idee für „Melissa“ hatte, den Menschen die Bedeutung von Honigbienen im Speziellen und von Insekten im Allgemeinen in Form eines Schaugartens näherzubringen.


Gemeinsam mit der Stadt Rinteln hatte man ein geeignetes Grundstück unweit des Generationsparks gefunden und einen langfristigen Pachtvertrag geschlossen, welcher Grundlage für die weiteren Aktivitäten war und ist. Nachdem das Projekt im Mai 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt worden war, hatten sich die Ehrenamtlichen des Imkervereins mit den Aktiven des NABU und des Obst- und Gartenbauvereins zusammengesetzt, sodass schließlich ein Projektantrag bei der Niedersächsischen Bingo-Umwelt­stiftung gestellt werden konnte.


Erdhummeln auf wilder Karde. - Foto: Kathy Büscher
Erdhummeln auf wilder Karde. - Foto: Kathy Büscher

Das Gesamtprojekt umfasst ein Projektvolumen von fast 20.000 Euro und beinhaltet neben einem Kräuterhochbeet und der bereits gemeinsam angelegten Naschhecke, welche vom Obst- und Gartenbauverein gestiftet worden ist, einen Lehrpfad mit Informationstafeln zu unterschiedlichen Themen rund um die insektenfreundliche Gestaltung von Grünflächen und Gärten.„Wir freuen uns, diese Maßnahme mit der Anpflanzung unterstützen zu können“, so auch Manfred Langemeier, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Rinteln.

 

Im Zentrum des als sechseckige Bienenwabe angelegten Grundstücks wird ein Bienenschaukasten stehen, welcher dazu einlädt, einem Bienenvolk bei der Arbeit zuzuschauen. Auch wird eine stattliche Insektennisthilfe entstehen, welche vom NABU mit geeignetem Material bestückt wird, um dort ein Zuhause für heimische Wildbienenarten zu schaffen. „Es ist ein Vorzeigeprojekt im Naturschutz, das zeigt, wie sinnvoll es ist, zu kooperieren und die unterschiedlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zusammenzubringen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Projekt sehr erfolgreich wird“, wie Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des NABU Rinteln, bekräftigt.


Besonders freut man sich, dass die Stadt Rinteln das Projekt ebenfalls als Projektpartnerin unterstützt, indem eine Blumenwiese als Bienenweide mit ausschließlich regionalem Saatgut angelegt und vom Baubetriebshof gepflegt wird. Auch werden die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch für einen Lückenschluss bei einer bereits vorhandenen Hecke sorgen. Totholz und Lesesteinhaufen werden zudem die Strukturvielfalt auf dem Gelände erhöhen und gleichzeitig die Möglichkeiten einer naturnahen Gartengestaltung aufzeigen.


Für 2020 stehen die beteiligten Vereine sowie die Stadt Rinteln in den Startlöchern, um die weiteren Maßnahmen zeitnah umzusetzen, sodass das Projekt bald auch einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. „Ich habe das Gefühl, dass alle sehr motiviert sind, Melissa zum Erfolg zu führen“, wie Koschnick abschließend befand.