
In diesem Jahr setzte die Amphibienwanderung aufgrund der milden Temperaturen bereits sehr früh ein. Nachdem Ende Februar die Schutzzäune aufgebaut worden waren, begann auch gleich die Wanderung der Kröten, Frösche und Molche zu ihren Laichgewässern. Wegen anhaltender Niedrigtemperaturen in der Nacht verlangsamte sich die Wanderbewegung jedoch wieder.
In den folgenden sieben Wochen wurden täglich die Zäune an der Arensburg, der Extertalstraße in Rinteln, in Möllenbeck sowie am Waldkater in der Rintelner Nordstadt kontrolliert, die Amphibien aus den Eimern genommen und zu ihren Laichgewässern gebracht. Dabei gab es Nächte, in denen gleich mehrere Hundert Amphibien in den Eimern landeten.

„In diesem Jahr haben wir fast 600 Amphibien mehr vor dem Straßentod bewahrt“, so Kathy Büscher, die für den NABU Rinteln die Betreuung der Amphibienwanderung koordiniert. „Wir danken unseren fleißigen NABU-Aktiven, die regelmäßig über viele Wochen unterwegs waren und dazu beigetragen haben, dass wir nun auch die Zahlen der Wanderbewegung vorlegen können“, wie Büscher feststellt. Besonders erfreulich ist die positive Bestandsentwicklung des seltenen Kammmolches, der an den Amphibienzäunen wandert. Am häufigsten fanden die NABU-Ehrenamtlichen Erdkröten in den Eimern vor, dazu aber auch Berg-, Faden und Teichmolche sowie Feuersalamander, Wasserfrösche und die seltene Kreuzkröte – mehr als 2.600 Amphibien konnten in diesem Jahr gerettet werden.