Der NABU startet durch in Rinteln und in Schaumburg: 500 neue Mitglieder sollen gewonnen werden

„Rückenwind für erfolgreiche Projekte und Basis für effektiven Naturschutz“


Rinteln – Der NABU im Schaumburger Land wirbt aktuell mit einer Haustüraktion um neue Mitglieder und beginnt damit beim NABU Rinteln. Studierende gehen im Auftrag des Naturschutzbundes von Tür zu Tür, informieren über die Arbeit vor Ort und sprechen Bürgerinnen und Bürger gezielt an.

 

Die jungen Aktiven treten in NABU-blauer Dienstkleidung auf und können sich ausweisen. Ziel der Aktion ist es, den Naturschutz im Landkreis langfristig zu stärken. Denn trotz des ehrenamtlichen Engagements entstehen für die Arbeit regelmäßig Kosten.


Gisbert Hauske (2. Vorsitzender NABU Rinteln, Mitte) mit dem Werbeteam für Rinteln. Foto:  NABU/A. Schulte-Eickholt
Gisbert Hauske (2. Vorsitzender NABU Rinteln, Mitte) mit dem Werbeteam für Rinteln. Foto: NABU/A. Schulte-Eickholt

Naturschutzarbeit mit hohem Aufwand:

 

Eingebettet in das Wesergebirge und das Lipper Bergland befinden sich in und um Rinteln Streuobstwiesen, zahlreiche Hecken- und Kopfweidenlandschaften, geprägt von Jahrhunderten lang gepflegter Kulturlandschaft, eine Vielzahl von Gewässern, Auenlandschaften und nicht zuletzt die Kameshügellandschaft mit dem charakteristischen Sandtrockenrasen und Eichenmischwald auf mageren Böden – all diese Biotope bieten einer großen Bandbreite von Flora und Fauna jeweils optimale Lebensräume. Der NABU Rinteln betreut selbst die Auenlandschaft Hohenrode und die ebenfalls in Hohenrode gelegene Streuobstwiese. Diese müssen erhalten, gepflegt und teilweise auch neu angelegt werden. Für die Flächen fallen unter anderem auch Grundsteuern sowie weitere laufende Gebühren an. Und die Pflege mit verschiedenen Geräten und Maschinen ist ebenfalls mit Aufwand verbunden. Ein passendes Beispiel ist die Streuobstwiese in Hohenrode: Sie beherbergt bis zu 5000 verschiedene Tierarten, wovon in einem Hochstammapfelbaum sogar bis zu 1000 Insektenarten Platz finden. Durch einen regelmäßigen Rückschnitt der auf der Obstwiese gelegene Naturhecke, den fachgerechten Obstbaumschnitt und der Beweidung mit Schafen wird dieser wertvolle Lebensraum seit 1993 auf mittlerweile fast zwei Hektar ehrenamtlich gepflegt und erhalten.


Gezielte Artenschutzmaßnahmen wie schwimmende Nisthilfen in der Auenlandschaft Hohenrode haben dafür gesorgt, dass sich die seltene Flussseeschwalbe nach über 100 Jahren wieder bei uns an der Oberweser angesiedelt hat. Darüber hinaus sorgt eine Beweidung mit Robustrindern für den Erhalt von wertvollem Grünland.


Engagement vor Ort gefragt:

 

Neben finanzieller Unterstützung hofft der NABU auch auf aktive Mitarbeit. „Natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn sich neue Mitglieder auch aktiv mit einbringen möchten“, sagt Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des NABU Rinteln. Möglichkeiten gäbe es beispielsweise bei der Betreuung von Krötenzäunen im Frühjahr, der Zählung von neugeborenen Jungstörchen oder der Pflege von Hecken und Obstbäumen sowie bei der Ernte von Streuobst.


Unterstützung stärkt auch politische Arbeit:

 

Eine Mitgliedschaft unterstütze zudem die politische Arbeit des NABU, etwa bei Stellungnahmen zu Eingriffen in die Natur oder bei der Ausweisung neuer Schutzgebiete. Ziel sei es, die Artenvielfalt im Landkreis langfristig zu erhalten und zu verbessern.

 

Die aktuell eingesetzten Studierenden nehmen kein Bargeld an und sammeln keine Spenden.


Für Rückfragen steht Dr. Nick Büscher telefonisch ab 16:00 Uhr unter 0160 2537628 oder per E-Mail an [email protected] zur Verfügung.

 

Ab dem 15. Juni ist auch die NABU-Regionalgeschäftsstelle Weserbergland telefonisch unter der 01590 45377-18 zu erreichen.